Sicher hat der Star die Jugend und die Musik einer bestimmten Zeit geprägt wie andere auch.
Meine Musik-Göttinnen und -Götter sahen anders aus.
Aufgefallen ist Jacko durch seine narzistische Persönlichkeit, immer weißer werdend, so seine schwarze Abstammung verleugnend, und auf Unmännlichkeit operiert, um eine Vergangenheit aus zu radieren, die er wohl nicht mochte.
Seine Versuche mittels Heirat und Kinderzeugung sich und anderen ein anderes Bild von Mann zu geben scheiterten, sein abstruser Auftritt das eigene Kind im Säuglingsalter aus dem Fenster zu hängen, sein merkwürdiges Verhältnis zu seinem Schimpansen, der Vorwurf von Kindersex blieb an ihm haften wie stinkender Hundedreck. Seine hypochondrische, bizarre Art zu leben, hat sicher genügend schrille Leute angezogen. Er ist in seiner seltsamen Art und Weise wohl ein Kind geblieben, das in einem eigenen Never-Never-Land lebt.
Michael Jackson hat sich auf seinen alten Erfolgen ausgeruht, ist selten aufgetreten, Konzerte einfach abgesagt, hat nichts weltbewegend Neues heraus mehr gebracht – das Los eines alternden Stars.
Es starb kein Pop-Gott, kein King of Pop, kein Genie, sondern ein zutiefst einsames Wesen.

Kommentare
#1 John Galt schrieb am 26.6.2009 19:59 folgendes:
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