Diese Strategie ist lachhaft, ein Hohn, ein Schlag ins Gesicht der „missbrauchten Opfer“. Da wird Zensur eingeführt und die Geschädigten (missbrauchte Kinder, Jugendliche und Überlebende im Erwachsenenalter) als schützenswerte Subjekte vorgeschoben.
Pseudo-kinderfreundliche Organisationen, die sich Sonstwie-Kinderhilfe oder Sonstwie-Kinder-Schutz nennen, sprießen aus dem Boden, springen auf den Schutzfeldzug auf und machen mit dem Missbrauch auch noch Geschäfte und politische Lobbyarbeit.
Christian Bahls von Mogis hat es in einem Interview in der Zeit gut ausgedrückt, was von dem Ganzen zu halten ist – nämlich aus der Warte des Selbstbetroffenen.
Mich regt das auch enorm auf. Wer Gewalt erlebt hat, wird kaum solchen Pseudoschutz und solche Bevormundung gutheißen können und wollen. Ich fühle mich von solchen Pseudoautoritäten zum weiteren Male benutzt und missbraucht!
Ich finde, die Verwendung von Sperrlisten ist nichts weiter als jemand die Augen zuzuhalten, wenn der Tiger vor einem steht. Damit geht weder die Bedrohung weg noch der Wunsch zu blinzeln und nachzuschauen, was da ist. Frau von der Leyen und ihr kurzsichtiger Beraterstab denkt da wohl einfach zu kindlich: was ich nicht sehe oder sichtbar mache, existiert nicht mehr.
Mit Sperrlisten verschwindet kein widerlicher Pornoserver in Deutschland oder sonstwo! Aber dafür werden alle Surfer kriminalisiert.
Sehr praktisch. Wer über einen ganz normalen Domainnamen, was auch schon real passiert, auf so einen Müllserver landet, ist kriminell.
Danke, Frau von der Leyen, ich fühle mich jetzt sicherer, wenn sie mich beim Surfen überwachen und im Zweifel juristisch auch in die Schublade zu den Kinderf...n stecken. Sie haben Recht, denn wer mit Missbrauch zu tun hat, missbraucht auch bestimmt weiter. Und wer einen nach ihren Augen unmoralischen Lebenswandel führt, bestimmt auch.
Ich finde es praktisch, Frau von der Leyen, dass sie dann auch durch die Überwachung von Surfern an neue Personenlisten kommen (der Provider macht’s möglich!), die man im Zweifelsfall benutzen kann, um den perversen „Kinderschändern“ hinterher jagen zu können. Schlimm wäre das nicht, denn interne „Homolisten“ gibt es immer genug in den Dienststellen, neben Listen für vielleicht „kriminelle Zigeuner“ oder sonstwie Missliebige. Sammellisten und Überwachung sind auch nur eine Vorstufe zu einem totalitären System, das Abweichendes interniert und ausmerzt.
Datenschutz ist ein Bürgerrecht und muss es bleiben! Es heißt immer, wer nichts zu verbergen hat, braucht sich nicht zu fürchten. Ich habe etwas zu verbergen und zu schützen, nämlich meine Grenzen, meine Integrität, meine Würde, meine Unverletzbarkeit als Person.
Auch Opfer von sexueller Gewalt haben ein Recht auf Schutz. Und der Datenschutz ist da vorrangig!
Wer glaubt, dass Datenschutz Täterschutz ist, zieht die Opfer, die Überlebenden von sexueller Gewalt in den Dreck!
Wenn auch nur ein Kind gerettet wird, dürfen andere schon mal zu Tätern gemacht werden. Wenn es dabei selbst Opfer erwischt, ist das halt ein Kolateral-, ein Bagatellschaden des Krieges gegen KiPo.
Wer rettet uns eigentlich vor solchen „Schützern“ und Pseudo-Humanisten?

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