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Montag, 17. März 2008

Stop Bounty!

Von der für Kiffer, Musik- und sonstigen Reisefreaks bekannten Inselparadies Jamaika reist er ein, der Sänger Rodney Price besser als »Bounty Killer« bekannt.
Der bei Karibik-Touristen, Alt-Kiffern und Reggaefans geliebte Inselstaat ist berüchtigt und seit Jahren bekannt, extrem schwulen- und lesebenhassend zu sein. Unterstützt wird das durch diverse Sänger wie Elephant Man und anderen.

In diversen Liedern von Prices’ wird das Töten der Chi-Chi-Men und Battyman (so werden dort Schwule berzeichnet) verherrlicht und als Heldentat besungen. Aber auch Lesben haben im angeblichen Inselparadies nichts zu lachen. Denn von Überfällen, Vergewaltigungen und Mord werden auch sie nicht verschont.

Auch Jamaikas Polizei beteiligt sich oft an der Hatz gegen Homos und in auch in Morde verwickelt. Bekannte Gay-Aktivisten des Landes wurden vor einigen Jahren unter nicht geklärten Umständen ermordet. Tägliche Gewalt entlädt sich dort sogar gegen nicht-hetero aussehende, wohl gemerkt dem Anschein nach homosexuelle Menschen.

Jamaika ist kaum das Kiffer-, Reise- und Reggaeparadies wie uns so manche Reisegesellschaft oder Bob-Marley-Platte weiß machen will. Es ist für viele die Hölle.

Die anti-lesbische und -schwule Gewalt Jamaikas ist in Deutschland seit Jahren länger bekannt. Politmagazine und Reportagen der öffentlich-rechtlichen Sender berichteten seit Jahren mehrfach.

Aber stört das auf einer Insel, deren Staatsoberhaupt immer noch die Queen ist und auf der fundamentalistische Christen und Rastafari hetzen und verfolgen? Jamaika ist weit weg, erweckt in den erkalteten deutschen Seelen ach so tiefe Paradiesgefühle. Und wen interessiert das Homoproblem schon in Deutschland?

Ich kann nur hoffen, dass Mr. Rodney Price und andere im Heterowahn verblödete „Künstler“ besser draußen bleiben aus Deutschland, mit seinen Hassparolen. Price piss off! Wir brauchen keine schwarzen Rassisten und Schwulenhasser, die bei uns große Aufmerksamkeit bekommen; solche Extremisten davon gibt es genug bei uns.

Obwohl, vielleicht ist im freiheitlichen Deutschland der Aufruf zu Mord und Vergewaltigung als künstlereisches Mittel angesehen. Und wenn’s Geld bringt in die Kassen, sieht man wohl schnell über sowas kleinkariertes hinweg. Es ist eben möglicherweise ein Unterschied, ob ein „Hassprediger“ aus islamistischen Gründen den Staat nicht mag oder ein Rapper gewaltätige Musik verherrlicht.

Weitere Links zur Homophobie und der gesellschaftlichen Situation von Lesben und Schwulen in Jamaika:


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