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Montag, 19. Januar 2009

Einbindung des Internet Explorer in Windows verstößt gegen EU-Kartellrecht

Die EU-Kommission hat in einer Beschwerde gegen Microsoft festgestellt, dass ein Einbinden und alleiniges Ausliefern des Internet Explorers mit dem Betriebssystem Windows gegen EU-Kartellrecht verstößt.

Laut EU heißt es, dass Microsoft durch die Bündelung des Web-Browsers Internet Explorer und des marktbeherrschenden PC-Betriebssystems Microsoft Windows gegen die Vorschriften des EG-Vertrags über den Missbrauch einer beherrschenden Stellung (Artikel 82) verstößt. Durch die Bündelung des Browsers entstehe eine Wettbewerbsverfälschung.

Weiterhin heißt es, dass Innovationen und Wettbewerb für den Verbraucher ausbleiben könnten, da die Alleinstellung des Internet Explorers Entwickler dazu verleite, Websites und Software vorrangig für diesen zu produzieren: …künstliche Anreize für Content-Provider und Softwareentwickler schaffen könnte, Websites und Software in erster Linie für den Internet Explorer zu konzipieren.

Quelle: EU-Pressemitteilung.

Dann wird wohl Microsoft wieder in Zukunft eine hohe Strafe zahlen müssen wie schon früher war.


Kommentare

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#1 GwenDragon schrieb am 19.1.2009 20:09 folgendes:

Es gibt in manchen Foren einige Poster, die wissen nicht was Wettbewerb und Kartell ist. Die glauben, dass solche Beschwerden ein Browserkrieg sind - das ist sehr kurz geschlossen und gedacht.

Dabei macht die Zwangsverwendung unter Windows mitsamt seltsamer anderer Module des IE das Arbeiten als Webentwickler/-designer zur Tortur und verschlingt Geld. Wer nur für den IE entwickelt hat einen Wettbewerbsvorteil.

Also was ist daran schlecht, gegen solche Kartells vorzugehen?

#2 GwenDragon schrieb am 26.2.2009 8:54 folgendes:

Mittlerweile gesellte sich zu den Beschwerdeführern auch Mozilla und Google wie unter <http://www.heise.de/newsticker/Google-will-EU-Verfahren-gegen-Microsoft-beitreten--/meldung/133513> zu lesen ist.

Opera wird zudem vom Europäischen Komittee für Interoperable Systeme (ECIS), das ist eine Interessenvereinigung von Hard- und Softwareunternehmen mit Mitgliedern wie Adobe, Nokia, Oracle, IBM, Red Hat und Sun, unterstützt.

Microsoft hat noch bis Mitte März Zeit, zur Beschwerde Stellung zu nehmen.

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